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Die Texterin

Ein guter Texter muss suchmaschinenoptimiert (SEO) schreiben können. Doch selbst wenn er es kann, garantiert das noch lange nicht den Erfolg eines Textes im Google-Suchranking. Denn wer bei den künstlich intelligenten Algorithmen hoch hinaus will, muss in die Tiefe gehen.

Schreiben für die Suchmaschine – sei es Google oder eine andere – geht über das reine Verpacken von Keywords in verbalen Beiträgen hinaus. Denn ein Suchalgorithmus kann Relevantes von Belanglosem unterscheiden. Darum spielt der Gehalt und Aufbau der Inhalte eine ebenso wesentliche Rolle wie der Text selber. Hier beginnt für den Schreibenden ein schwieriger Spagat zwischen sprachlicher Schönheit und absendergetriebener Funktionalität.

Hauptsache Schlüsselwort

Es lohnt sich, für jeden Beitrag ein Hauptkeyword festzulegen und dieses immer gleich zu verwenden. Trotzdem kennt Google die im Deutschen so beliebten Abkürzungen durch Divis nicht. Lautet das Hauptkeyword «Steuerberatung» und schreiben wir von «Steuer- und Rechtsberatung», so findet Google den Einzelbegriff nicht.

Vorsicht Keyword-Spam

Üblicherweise wird das Hauptkeyword mit einer Wolke von angrenzenden Wörtern zum gleichen Thema angereichert. Solche Themenclouds sind hilfreich, sollten aber auch nicht allzu allgemein gehalten werden. Und: Google ist genug clever, um Keyword-Spamming aufzuspüren. In diesem Fall schliesst die Suchmaschine einen Beitrag vollständig von der Suche aus.

Kürze mit Würze

Über die richtige Länge eines Textes lässt sich endlos streiten. Kunden, Leser und Google werden sich da wohl niemals einig sein. Für gute SEO-Texte gelten ungefähr 300 Wörter als Minimum. Allerdings werden viele Websites responsive programmiert, damit sie auch für mobile Anwendungen taugen. Wer auf dem Handy liest, weiss: 300 Wörter sind für einen 7-x-11-cm-Bildschirm ganz schön viel.

Geben oder nehmen

Verlinkungen auf andere Beiträge oder Websites sind in der Regel sinnvoll und werden von Google gern in die Beurteilung einbezogen. Nur sollten sich diese erstens in einem separaten Fenster öffnen und zweitens nicht gegenverlinkt sein. Denn Google erkennt, wenn eine Hand die andere wäscht.

Das sind nur ein paar Beispiele, warum SEO-Texten schwierig ist. Und warum so manch ein gut gemeinter Webtext bei Google & Co. niemals von sich reden macht.